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15:00 – 16:00
24. Juli

Hafenarbeiter*innen Streik gegen Waffenexport

Diskussion/Präsentation

Genoss*innen aus Genua kommen auf Besuch und erzählen von ihrer Streikerfahrung

Im Mai 2019 schlossen sich die Hafenarbeiter:innen von Genua dem Widerstand gegen das Exportieren von Kriegsgütern in den Jemen an. Sie weigerten sich das Saudi-Arabische Schiff Bahri mit schwerem Kriegsmaterial und tonnenweise Sprengstoff zu beladen. Das Schiff wurde bestreikt und musste den Hafen leer wieder verlassen.

Seither führt das C.A.L.P den Widerstand fort. Mit direkten Aktionen und dem Blockieren von Schiffen verbinden sie antikapitalistische, antimilitaristische, antirassistische und Migrationskämpfe, was sich auch in ihrer zentralen Forderung zeigt: “Kriegsmaterialien blockieren – Hafen auf für Geflüchtete!”
Nun hat die Staatsanwaltschaft von Genua ein Verfahren gegen 5 organisierte Arbeiter:innen des "C.A.L.P." und der "Azione Antifascista di Genova" eröffnet. Sie werden beschuldigt, Rauchtöpfe und Signalraketen zu "tödlichen Waffen" umfunktioniert zu haben und sich in einer "kriminellen Vereinigung" zu organisieren.
Diese Repression soll den Widerstand stoppen, denn - genau wie die Schweiz - will der italienische Staat weiterhin heuchlerisch von Frieden reden, doch Waffen und Sprengstoff exportieren und daran verdienen.