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14:00 – 16:00
8. März

Heraus zum 8.März - heraus auf die Strassen!❤️‍🔥❤️‍🔥

Aktion/Protest/Camp

Kapitalismus heisst Krieg - feministisch militant gegen den Feind im eigenen Land

Seit über 100 Jahren nehmen wir Frauen, inter, non-binären, trans und agender Personen (FINTA) uns diese Strasse. Die Strasse ist Schauplatz unseres Kampfes für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und geschlechtsspezifische Unterdrückung. Wie unsere Geschwister vor 100 Jahren kämpfen wir noch heute gegen den gleichen Mist!
Abwertung, sexuelle Übergriffe, häusliche Gewalt, Transfeindlicheit und Feminizide sind nur einige Beispiele für die Folgen für uns Frauen und genderqueeren Personen dieses patriachalen Systems.
Und das System hat einen Namen: Kapitalismus.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem kann sich nur durch Ausbeutung am Leben erhalten. Der Kapitalismus ist auf die Abwertung «weiblicher» Arbeit angewiesen. Die Löhne für die Arbeiten, die weiblich gelesenen Personen zugewiesen werden, sei das in der Pflege, Erziehung oder das Putzen, werden ständig gedrückt und erkämpfte Arbeitsrechte angegriffen. Doch der grosse Teil der Arbeit, die von FINTAs übernommen wird, kennt gar keinen Lohn. Hausarbeit, Kinderbetreuung und das Pflegen der Familie soll von uns gratis und dann auch noch gerne übernommen werden.
All diese Arbeit ist Reproduktionsarbeit. All diese Arbeit ist notwendig für den Erhalt einer arbeitsfähigen Gesellschaft. Notwendig für die Kapitalisten, um einen möglichst hohen Mehrwert aus der Bevölkerung zu ziehen, um global wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch wer die Anhäufung seines Kapitals bloss in den eigenen nationalen Grenzen sucht, wird schnell vom Imperialismus gefressen werden. So weiss auch das Exportland Schweiz all zu gut, wie es durch sein Kapital alle Ecken dieser Erde bluten lassen kann. Neutralität unter der Herrschaft des Kapitals existiert nicht.

Denn auch die Kriege dieser Welt folgen einer grausamen Logik. Es sind nicht einzelne bösartig und grössenwahnsinnige Individuen, die ihre Panzer, Flugzeuge und Drohnen steuern. Das Steuern der Waffen liegt in den Händen der Profitlogik. Wo Absatzmärkte, Ausbeutung von Ressourcen und imperialistische Machtbereiche gebremst oder gestoppt werden, muss halt vom Kapital ein wenig nachgeholfen werden.
Kriege liegen in der Natur des Kapitalismus.

Uns FINTA Personen treffen diese Kriege besonders. Es sind unsere erkämpften Errungenschaften, die unter dem Wesen der Militarisierung zuerst angegriffen werden. Wir Arbeiter*innen auf der ganzen Welt sind es, die die Kriege der Herrschenden mitfinanzieren müssen. Es sind die Löhne der «weiblichen» gesellschaftlichen Arbeiten, es sind die sozialen Errungenschaften, die durch ein Sparpaket angegriffen werden um die Militärs für die obrige Klasse wieder «wehrfähig» zu machen. Es ist eine besonders erschwerte Flucht, die FINTA Personen auf sich nehmen müssen um vor diesen Bomben zu fliehen. Vergewaltigungen auf Fluchtrouten oder als Kriegstaktik sind keine Einzelfälle sondern die schreckliche Realität dieses Systems.

So sind es wir, die im Widerstand gegen ihre imperialistischen Kriege am meisten zu gewinnen haben.
Wir reihen uns ein in den weltweiten Kampf gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg.

IHRE KRIEGE SIND GLOBAL, UNSER WIDERSTAND INTERNATIONAL!

Sei es im Kongo, Sudan, Venezuela, Iran und der West-Sahara.
Wir verbünden uns mit unsern Geschwistern in Argentinien - Ni Una Menos!
Wir stehen solidarisch an der Seite der Unterdrückten in Palästina - From the River to the Sea, Pales-tine Will Be Free!
Wir leisten Widerstand gegen den Angriff auf die Frauenrevolution in Rojava - Jin Jiyan Azadi!

Wir können erst frei sein, wenn wir alle frei sind.
Gemeinsam auf die Strasse!