Die anarchistische Bibliothek "Magazin" ist heute geöffnet
Das Magazin lädt ein in rebellischen Geschichten zu schmökern, sich auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Der Raum ist ein selbstorganisierter Treffpunkt für alle, die Interesse an antiautoritären Ideen haben. Und für alle, die einen Zugang zu Wissen und Geschichte suchen, der kritisch gegenüber der bestehenden sozialen Ordnung ist.



Filmfestival FRAUENSTARK 2026: Truck Mama
Truck Mama
Zipporah Nyaruri
Kenia, Südafrika, Saudi-Arabien, Niederlande 2025
85 min OV*/E
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Der Dokumentarfilm begleitet Eva, eine alleinerziehende Mutter, auf der gefährlichen Strecke zwischen Kenia und Südsudan, auf der sie als Fernfahrerin unterwegs ist. Als Frau und Mutter hinter dem Steuer eines Lastwagens verdient sie den Lebensunterhalt für ihre Familie und bricht gleichzeitig mit gesellschaftlichen Konventionen und Gendernormen. Ein Film über Selbstbestimmung, Einsamkeit und über die emotionalen Kosten wirtschaftlicher Unabhängigkeit.
Was denken wir uns, wenn wir hören, dass eine alleinerziehende Mutter als Fernfahrerin arbeitet? Begegnen wir ihr mit Wertschätzung oder mit Vorurteilen? Im Gespräch mit Regisseurin Zipporah Nyaruri geht es um die Schnittstelle von Mutterschaft, Arbeiter*innenklasse und Gendernormen im kenianischen und im schweizerischen Kontext. Ausserdem erfahren wir mehr über die 10-jährige Entstehungsgeschichte von «Truck Mama». Film und Gespräch finden auf Englisch statt.
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Anita Maïmouna Neuhaus eröffnet den Abend mit einer Performance.
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Zugänglichkeit: Der Kinosaal ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, die Filmvorführung kostenlos im Barbereich zu verfolgen.



Filmfestival FRAUENSTARK 2026: Mother's Baby
Mother’s Baby
Johanna Moder
Österreich, Schweiz, Deutschland 2025
109 min OV*/E
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Die erfolgreiche Wiener Dirigentin Julia wird nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung schwanger, doch als das Wunschkind da ist, fällt es ihr schwer, eine Bindung aufzubauen. Zunehmend gerät sie in einen Strudel aus Zweifel und emotionaler Distanz und bleibt dabei ungesehen von ihrem Umfeld. Ein atmosphärischer Psychothriller über die Dissonanz zwischen erwartetem Mutterglück und der Realität einer Frau, die zwischen Überforderung, Isolation und Erwartungen langsam die Kontrolle verliert. Mit einer herausragenden Marie Leuenberger in der Hauptrolle.
Der Übergang in die Mutterschaft (Matreszenz) ist geprägt von tiefgreifenden körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen, die individuell sehr unterschiedlich erlebt werden. Im Gespräch mit Regisseurin Johanna Moder und Co-Autor Arne Kohlweyer sprechen wir über widersprüchliche Erfahrungen des Mutterwerdens sowie über die Entscheidung, diese in einer Mischung aus Drama, Thriller und Horror zu erzählen. Anna Eichenberger (Sexuelle Gesundheit Baselland) nimmt fachlich Bezug zur Realität und Häufigkeit postpartaler psychischer Depressionen und Psychosen. Sie zeigt auf, wo Betroffene und ihr Umfeld Unterstützung finden und beleuchtet den Einfluss komplexer gesellschaftlicher Erwartungen und Zuschreibungen an das Muttersein.
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Zugänglichkeit: Der Kinosaal ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, die Filmvorführung kostenlos im Barbereich zu verfolgen.




Filmfestival FRAUENSTARK 2026: Der Wunsch
Der Wunsch
Judith Beuth
Deutschland, Norwegen 2024
105 min OV*
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Maria und Christiane wünschen sich ein gemeinsames Kind, doch der Weg dahin ist herausfordernd und lang. Zusammen tragen sie finanzielle Belastungen, stellen sich systemischen Hürden und trauern um verlorene Schwangerschaften. Zwischen Kinderwunschkliniken in Berlin, Dänemark und der Ukraine wird nicht nur ihr Wunsch nach Familie auf die Probe gestellt, sondern auch ihre Beziehung. Über zehn Jahre begleitet Judith Beuth das Paar in ihrem Dokumentarfilm und zeigt einfühlsam und ehrlich, was es bedeutet, wenn etwas, das selbstverständlich scheint, unerreichbar bleibt.
Viele Paare bleiben ungewollt kinderfrei und bei vielen weiteren Personen erfüllt sich der Kinderwunsch aufgrund biografischer, rechtlicher oder finanzieller Gründe nicht. Dennoch erfährt das Thema nur wenig Aufmerksamkeit und Betroffene tragen die emotionale, körperliche und finanzielle Belastung meist allein. Gemeinsam mit Katrin Schmitter (Kinderwunsch Peer-Support) sprechen wir darüber, brechen Tabus, fragen nach einem sensiblen Umgang mit Betroffenen und thematisieren die Vielfalt kinderfreien Lebens.
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Zugänglichkeit: Der Kinosaal ist leider nicht barrierefrei zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, die Filmvorführung kostenlos im Barbereich zu verfolgen.

